Einrichtungsberater

Lattenroste und Matratzen

In der Nacht soll sich unsere Muskulatur entspannen. Wichtig dafür ist die perfekte Kombination von Lattenrost und Matratze.

Federkern, Latex oder Schaumstoff - die beste Unterlage muss jeder für sich selbst finden. Um ein Gefühl für das favorisierte Material zu bekommen, sollte man im Möbelhaus mindestens 10 Minuten auf der jeweiligen Matratze liegen: Erst nach einigen Drehungen und einer Weile in der Lieblings-Schlafposition kann man die Unterschiede feststellen.

Für leichte Menschen und Seitenschläfer ist die Kombination Latex- oder Schaumstoffmatratze mit flexiblem Lattenrost ideal.

Für schwerere Menschen und alle, die leicht schwitzen, eignen sich eher Federkernmatratzen.

Einige Hersteller bieten Matratzen in verschiedenen Härtegraden oder für unterschiedliche Gewichtsklassen an. Immer gilt: Probeliegen und erst dann entscheiden.

Lattenroste
Das wichtigste am Bett ist die Unterfederung. Ein Lattenrost besteht aus Federleisten, die in einem Rahmen montiert sind. Wenn die Leisten flexibel in Trägerelementen aus Gummi oder Kunststoff gelagert sind, die sich durch Gelenke nach den Seiten hin bewegen, wird es komfortabler. Denn dadurch können sich die Leisten, je nach Belastung, unabhängig voneinander bewegen und passen sich Körperform und Bewegungen des Schläfers an.
Diese ausgeklügelten Lattenroste sind ideal für flexible Matratzen aus Schaumstoff.

Es gibt Lattenroste mit der Möglichkeit, Kopf- und Fußteil in Höhe und Tiefe zu verstellen, welche mit individueller Härteverstellung jedes einzelnen Segments oder welche mit spezieller Mittelzonenverstärkung. Eine Neuerung sind Lattenroste mit punktueller Federung. Dabei ruht die Matratze auf einer Vielzahl einzelner runder oder flügelförmiger Kunststoffelemente. Vorteil: Der Körper wird weicher abgestützt.

Matratzen
Der Mensch schwitzt nachts und verliert zwischen 0,2 und 1 Liter Feuchtigkeit. Ein Großteil dieser Feuchtigkeit wird von der Matratze aufgenommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Matratze von einem Lattenrost gestützt wird. Dieser ist nach unten hin immer offen und ermöglicht so eine optimale Luftzirkulation. Nach 10 Jahren sollte eine Matratze erneuert werden, denn dann verliert sie ihre Stützkraft und ist nicht mehr hygienisch.

Eine Matratze sollte punktelastisch sein und nur dort nachgeben, wo sie belastet wird und auch bei heftigen Bewegungen nur nachwippen und nicht schaukeln

Die Bequemlichkeit hängt auch von der Größe der Matratze ab. Breite: mindestens 90 Zentimeter, Länge: ausgestreckter Körper plus 20, besser 30 Zentimeter.

Beim Kauf einer Matratze sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sie schadstoffgeprüft ist.

Federkernmatratzen
Matratzen mit Federkern haben ein Gerippe aus Stahlfedern, das rundum von mehreren Polsterschichten umgeben ist. Matratzen mit einer hohen Federanzahl reagieren empfindlicher als welche mit wenigen Federn. Eine Standard-Matratze mit den Maßen 100x200 cm enthält mindestens 207 Federn.

Bei Taschenfederkern wird jede Feder einzeln in ein Baumwollsäckchen eingenäht, das mit den anderen verbunden wird - je nach Qualität von 500 bis über 1000 Stück. Weil durch die Stoffumhüllung jede Feder vorgespannt ist, geben immer nur die nach, die auch belastet werden. Die Federung wird je nach Modell rundum mit zum Beispiel Latex, Schaumstoff oder Rosshaar gepolstert.

Schaumstoffmatratzen
Grundstoff dieser Matratzen ist synthetisches Polyurethan, das heute FCKW-frei aufgeschäumt wird. Die Qualität lässt sich an der Dichte des Schaums ablesen: Je höher, desto elastischer, tragfähiger und haltbarer ist die Matratze. Je geringer, desto schlechter ist ihr Vermögen, sich wieder aufzurichten - und es bilden sich Kuhlen. Ideal ist ein Gewicht von 35 bis 50 Kilogramm. Diese Matratzen gibt es in verschiedenen Ausführungen: hart, weich oder Matratzen mit verstärktem Mittelteil und Luftkanälen zum besseren Feuchtigkeits- und Temperaturaustausch.

Latexmatratzen
Naturlatex wird aus dem Saft des Kautschukbaums hergestellt und unterliegt starken Qualitätsschwankungen. Deshalb wird er mit synthetischem Latex gemischt, um für eine gleichbleibende Qualität zu sorgen. Was als Naturlatex angeboten wird, hat meist einen Naturkautschuk-Anteil von 20 bis 80 Prozent. Latexmatratzen haben eingearbeitete Hohlräume, werden in unterschiedlichen Härten hergestellt und gelten als besonders punktelastisch.

Naturmatratzen
Hierbei wird auf Metallteile, Kunststoffe, Schaumstoffe oder synthetische Fasern verzichtet. Stattdessen verwenden die Hersteller traditionelle Materialien wie Rosshaar, Kokosfasern, Kapok, Torf, aber auch Roggen- oder Haferstroh - oft in Kombination mit Naturkautschuk.
Diese Matratzen sind jedoch meist etwas härter und weniger elastisch als die andern.

Allergiker sollten eine Matratze aus Latex oder Schaumstoff mit einem waschbaren Bezug verwenden. Matratzen, deren Bezug mit Dureta ausgestattet ist, sind atmungsaktiv, aber porenlos, sodass keine Partikel aus der Matratze heraus- oder in sie eindringen können. Für Hausstaub-, Schimmel- oder Milbenallergiker kann das eine Hilfe sein. Vor dem Matratzen- und Deckenkauf sollten sich Allergiker ausführlich beraten lassen.

Wasserbetten
Diese Art von Betten besteht aus einer Kunststoffhülle, einer saugfähigen Auflage für den Nachtschweißtransport und einem Heizelement.

Unruhige Schläfer kommen auf Wasserbetten eher zur Ruhe, denn Forscher haben herausgefunden, dass man auf einer herkömmlichen Matratze bis zu 60 Mal die Position wechselt, auf einer Wasserkern-Matratze nur etwa acht Mal. Im Gegensatz zu früher ist das Wasserbett auch keine schaukelige Sache mehr.

Besonders zu empfehlen ist ein Wasserbett für Menschen, die Bandscheibenschäden haben.

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