Einrichtungsberater
Wählen Sie aus den folgenden Rubriken
Pflegetipps
Der tägliche Gebrauch hinterlässt auf allen Gebrauchsgegenständen seine
Spuren. Aus diesem Grund haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt mit denen
Ihre Möbel Ihnen noch lange erhalten bleiben.
Es ist zu beachten, dass unterschiedliche Materialien und Zusammensetzungen unterschiedlich
gereinigt werden müssen.
Nachstehend eine allgemeine Reinigungsempfehlung:
Polstermöbel

- Flecken und Verschmutzungen bitte sofort entfernen. Für die meisten Stoffe, Microfasern, Kunstleder und Glattleder gilt folgendes:
-
Lose Krümel oder Flusen vorsichtig abbürsten oder mit der Polsterdüse auf der
niedrigsten Leistungsstufe absaugen.
Fetthaltige und säurehaltige Verschmutzungen mit lauwarmen, destilliertem Wasser (wegen evtl. Kalkrückstände im Wasser) großflächig, von Naht zu Naht, mit einem feuchten sauberen Tuch, z. B. Geschirrtuch oder einem sauberen Schwamm, reinigen. - Für eiweißhaltige Flecken (z. B. Blut oder Urin) muss eiskaltes Wasser verwendet werden. Keine Angst vor Wasser. Zur Fleckentfernung ist Feuchtigkeit notwendig.
-
Für etwas ältere oder eingetrocknete Flecken, auch Tabakrauchablagerungen, brauchen
Sie in der Regel Seife, sie muss parfüm- und alkalifrei und PH-neutral sein. Die Seife
oder den Schaum verdünnt auf den Fleck geben, ebenfalls großflächig von außen
nach innen reinigen. Danach mit einem sauberen Tuch und klarem, destillierten Wasser nachwischen,
damit evtl. Seifenrückstände weitgehend entfernt werden können. Möglichst
viel von der Oberflächenfeuchtigkeit mit einem trockenen Tuch abtupfen (nicht reiben) und
bei normaler Zimmertemperatur trocknen lassen.
Auf keinen Fall mit dem Fön arbeiten, das Material könnte hart oder beschädigt werden. Im feuchten bzw. nassen Zustand das Leder oder den Stoff nicht benutzen, sonst gibt es Dehnungen, Mulden, Falten, die meist nicht mehr zu entfernen sind. - Durch den Reinigungsvorgang haben Sie auch natürliche Substanzen und Imprägnierungen aus dem Bezugsmaterial entfernt. Besorgen Sie sich deshalb die geeigneten Pflege- und Imprägniermittel, die Ihre Materialien wieder gut schützen.
- Elektrostatische Aufladung bei Polstermöbeln sind fast immer auf trockene Luft und das vorwiegend in den Wintermonaten zurückzuführen. Hier hilft feuchtes Abwischen der Polstermöbel und das Befeuchten oder Feuchtreinigung des Fußbodenbelages. Für empfindliche Personen hilft auch ein Luftbefeuchter.
- Bei hellen Stoff- und Lederbezügen kann es in der Kombination mit dunklen oder intensiven Farbtönen, vorwiegend bei Dunkelrot, Blau, Schwarz etc. zu einer Frabmigration kommen. Bei Veloursledern oder Microfasern können das auch leichte Schleifstaubrückstände sein. Hier hilft gleich am Anfang vorsichtiges Absaugen oder feuchtes Abwischen (bei Textilien waschen).
- Bei Hussen und abnehmbaren Bezügen oder auch bei Decken und Kissen ist unbedingt auf die Stoffzusammensetzung und die Hinweise zur Reinigung zu achten. Sind sie chemisch reinigungsfähig? Sind sie waschbar und wie? Meist nur höchstens bis 30°C. Sie können leicht einlaufen und sind dann schwerer oder bei Falschbehandlung gar nicht mehr aufziehbar.
- Bei legerer Polsterung sollten lose Sitz und Rückenkissen je nach Nutzungsintenisität regelmäßig aufgeschüttelt, aufgeklopft und glatt gestrichen werden, sie haben den sogenannten Kopfkissen- und Federbetteffekt.
- überwiegend bei Flach- oder Mischgeweben kann es anfänglich zu Knötchenbildung kommen. Sie entsteht meist durch Reibung von Fremdtextilien, mit denen der Benutzer auf dem Poltermöbel sitzt. Dafür gibt es spezielle Fusselrasierer mit denen nach Herstelleranleitung die Knötchen problemlos entfernt werden können, ohne dass der Bezugsstoff Schaden nimmt.
Wohnmöbel

- Beim Aufstellen der Möbel ist darauf zu achten, dass diese nicht zu nahe an Heizkörpern oder Lichtquellen stehen. Bei neuen Möbeln ist zu beachten, dass ausreichend Wandabstand gehalten wird, um für genügend Luftzirkulation zu sorgen (Schimmelpilzgefahr).
- Bei Neubauten sollte darauf geachtet werden, dass die Möbelteile nicht unmittelbar großflächig auf die Wand montiert werden, da die Boden- und Wandfeuchtigkeit beim Einzug meist noch extrem hoch ist.
- Glas: Bei Möbeln aus Glas kann es bei polarisiertem Licht zu Irisationserscheinungen, wie leichten Wolken, Ringen, Schlieren oder Ziehfehlern kommen. Diese sind physikalisch bedingt und unvermeidbar. Glasflächen sind kratzempfindlich, scharfkantige Gegenstände dürfen nicht ohne Schutz abgestellt oder gezogen werden. Insbesondere bei heißen Töpfen oder Flaschen aus dem Tiefkühlfach kann das Glas platzen. Die Pflege erfolgt mittels handelsüblicher Glasreiniger.
- Granit (Naturstein): Trotz hoher Widerstandsfähigkeit ist Granit zwar kratzfest, jedoch nicht lichtecht. Gebrauchsspuren werden so sichtbar. Verunreinigungen wie Fett, Öl usw. lassen sich bei sofortiger Behandlung jedoch einfach entfernen. Verwenden Sie dafür jedoch keine Scheuer- oder Lösemittel. Bei der Herstellung wurde der Granit imprägniert, doch eine jährliche Neuimprägnierung ist in jedem Falle nötig. Je nach Intensität der Nutzung auch häufiger. Öl-Schieferplatten müssen von der Oberseite geölt oder gewachst werden. Bei starker Verschmutzung reinigen Sie die Platte mit Schwamm und Seife, anschließend - nach dem Trocknen - wird die Schieferfläche mit einem dafür vorgesehenen Schieferöl oder Wachs behandelt. Da offenporiges Travertin sehr oberflächenempfindlich ist, saugen Sie die Flecken mit dem Staubsauger ab und reinigen Sie das Material anschließend mit einem feuchten Tuch. Flüssigkeiten müssen sofort entfernt werden.
-
Holz: Holz wie zum Beispiel bei Massivholzmöbel ist ein natürlicher Werkstoff, der ständig Feuchtigkeit
aufnimmt und wieder abgibt. Darum sollten Möbel keiner extrem großen oder zu geringen
Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden. Das Holz beginnt sonst wieder zu arbeiten, sich zu verziehen,
offene Leimfugen oder Risse zu zeigen.
Naturhölzer können nachdunkeln oder vergilben, gebeizte Hölzer bleichen aus. Schützen Sie Ihre wertvollen Möbel also unbedingt vor extremer Lichteinwirkung. - Möbelschlösser: Schwergängige Möbelschlösser können mir Graphitpulver behandelt werden (erhältlich im Autozubehörhandel), ggf. sind die Schließdorne der Stangenschlösser zu korrigieren (Herstellerbeschreibung).
- Schubkastenführungen aus Metall: Bei Rollschubführungen (erkennbar an zylindrischen Rollen) sollten Sie einmal jährlich die Laufschienen mit einem trockenen Staubpinsel reinigen. Auf keinen Fall die Rollen schmieren. Bei Kugelführungen (erkennbar an Rollkugeln) ist eine besondere Pflege nicht erforderlich. Sollte sich nach einiger Zeit ein Schubkasten an Ihrer Anbauwand nicht mehr ganz einschieben oder herausziehen lassen, dann ziehen Sie ihn einige Male mit "sanfter Gewalt" bis zum Öffnungsanschlag.
- Türscharniere: Bei auftretenden Bewegungsgeräuschen behandeln Sie die Gelenke und Drehpunkte mit harzfreiem Nähmaschinenöl. Geringen Metallabrieb entfernen Sie mit einem in leichter Seifenlauge getränkten Tuch.
- Gartenmöbel: Auch sogenannte "wetterfeste", pflegeleichte Kunstoff- oder Naturholzmöbel müssen gepflegt werden. Sonne, Staub, Umwelteinflüsse, Tabakrauch, Fett, Speiseeis, Speise-, Getränkereste und Schweiß beanspruchen das Material und sollten sofort entfernt werden. Naturholzmöbel müssen evtl. nachgeölt werden.

