Eine Voraussetzung für das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit des Menschen ist der erholsame Schlaf.
Warum ist ausreichend Schlaf so wichtig?
Unsere Körperkerntemperatur sinkt, dadurch sparen wir Energie. Gleichzeitig werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die unsere Zellen reparieren. Das wiederum stärkt unser gesamtes Immunsystem.
Im Schlaf verlieren wir die Kontrolle über Körper, Bewusstsein und Verstand. Wir träumen. Im Traumschlaf legen wir wichtige Informationen im Langzeitgedächtnis ab. Weiterhin löscht unser Gehirn dabei die Wahrnehmungen, die nicht mehr benötigt werden oder gar unerwünscht sind und speichert dafür andere neue Daten ab. Wir brauchen also die Träume, um die Sinneseindrücke des Tages zu verarbeiten und Ordnung in unserem Kopf zu schaffen.
Schlaf sollte Entspannung bieten!
Wer in der Nacht keine Ruhe findet, sich hin und her wirft, sollte die Gründe dafür herausfinden. Im Nachfolgenden finden Sie die häufigsten Ursachen für Schlafstörungen und einige Tipps, wie Sie diese erfolgreich beseitigen können.
Falsche Temperaturen: Eisige Kälte im Schlafraum härtet nicht ab, sondern führt zu Verspannungen. Ideal sind 14 bis 20 Grad in einem gut gelüfteten Raum - ohne Zugluft.
Schlechte Einrichtung: Das Schlafzimmer ist keine Rumpelkammer und kein Arbeitszimmer, sondern ein Ruheraum. Das sollte sich auch in den Möbeln und den verwendeten Farben widerspiegeln. Schaffen Sie sich eine Atmosphäre, die Sie als angenehm und erholsam empfinden. Was Geborgenheit vermittelt, ist individuell sehr verschieden, aber Einrichtungsgegenstände aus Naturmaterialien, wie Holz und Stein sowie alle warmen Farben wie dunkles Rot, milde Erd- oder sanfte Pastelltönen sind im Schlafraum empfehlenswert.
Indirekte Störfaktoren: Schlafprobleme können auch durch Wasseradern hervorgerufen werden, auf die Sie keinen direkten Einfluss haben. Sollten Sie solche Einflüsse vermuten, dann empfiehlt es sich, einen seriösen und erfahrenen Baubiologen zu Rate zu ziehen.
Falsche Verhaltensweisen: Verzichten Sie schon beim Abendbrot auf fette Speisen. Besser sind Nudeln oder Brot. Essen Sie auch nicht zu viel, denn in der Nacht schalten unsere Verdauungsorgane einen "Gang" herunter. Essen und Fernsehen sind auch bereits zwei Stunden vor dem ins Bett gehen tabu. Machen Sie stattdessen einen kleinen Spaziergang, entspannende Gymnastik oder autogenes Training. Danach sorgen heiße Milch mit Honig oder ein Tee für die nötige Entspannung. Ein warmes Fußbad lässt wohlige Wärme in Ihnen aufsteigen. Wichtig: Gehen Sie immer zur gleichen Uhrzeit schlafen. Entwickeln Sie ein eigenes Ritual vor dem Schlafengehen!
Elektrische Geräte: Fernseher, Handys, Telefone, Elektrowecker, Computer und andere technische Geräte haben im Schlafzimmer nichts zu suchen.
Körperliche & seelische Ursachen: Wer mit Problemen ins Bett geht, wird Probleme beim Einschlafen haben. Sorgen und Stress sind häufige Ursachen dafür, dass der Körper nicht abschalten kann. Kleinere Alltags-Konflikte, zum Beispiel mit dem Partner oder mit Kollegen sollten nicht mit ins Bett genommen werden, sondern vorher durch ein Telefonat, ein Gespräch oder einen Kompromiss gelöst werden. Sollten Sie trotzdem noch Probleme beim Einschlafen haben, probieren Sie Kräuter wie Baldrian-Wurzel, Hopfen und Melisse als Teemischungen.
Lattenroste und Matratzen
In der Nacht soll sich unsere Muskulatur entspannen. Wichtig dafür ist die perfekte Kombination von Lattenrost und Matratze.
Federkern, Latex oder Schaumstoff - die beste Unterlage muss jeder für sich selbst finden. Um ein Gefühl für das favorisierte Material zu bekommen, sollte man im Möbelhaus mindestens 10 Minuten auf der jeweiligen Matratze liegen: Erst nach einigen Drehungen und einer Weile in der Lieblings-Schlafposition kann man die Unterschiede feststellen.
Für leichte Menschen und Seitenschläfer ist die Kombination Latex- oder Schaumstoffmatratze mit flexiblem Lattenrost ideal.
Für schwerere Menschen und alle, die leicht schwitzen, eignen sich eher Federkernmatratzen.
Einige Hersteller bieten Matratzen in verschiedenen Härtegraden oder für unterschiedliche Gewichtsklassen an. Immer gilt: Probeliegen und erst dann entscheiden.
Lattenroste
Das wichtigste am Bett ist die Unterfederung. Ein Lattenrost besteht aus Federleisten, die in einem Rahmen montiert sind. Wenn die Leisten flexibel in Trägerelementen aus Gummi oder Kunststoff gelagert sind, die sich durch Gelenke nach den Seiten hin bewegen, wird es komfortabler. Denn dadurch können sich die Leisten, je nach Belastung, unabhängig voneinander bewegen und passen sich Körperform und Bewegungen des Schläfers an.
Diese ausgeklügelten Lattenroste sind ideal für flexible Matratzen aus Schaumstoff.
Es gibt Lattenroste mit der Möglichkeit, Kopf- und Fußteil in Höhe und Tiefe zu verstellen, welche mit individueller Härteverstellung jedes einzelnen Segments oder welche mit spezieller Mittelzonenverstärkung. Eine Neuerung sind Lattenroste mit punktueller Federung. Dabei ruht die Matratze auf einer Vielzahl einzelner runder oder flügelförmiger Kunststoffelemente. Vorteil: Der Körper wird weicher abgestützt.
Matratzen
Der Mensch schwitzt nachts und verliert zwischen 0,2 und 1 Liter Feuchtigkeit. Ein Großteil dieser Feuchtigkeit wird von der Matratze aufgenommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Matratze von einem Lattenrost gestützt wird. Dieser ist nach unten hin immer offen und ermöglicht so eine optimale Luftzirkulation. Nach 10 Jahren sollte eine Matratze erneuert werden, denn dann verliert sie ihre Stützkraft und ist nicht mehr hygienisch.
Eine Matratze sollte punktelastisch sein und nur dort nachgeben, wo sie belastet wird und auch bei heftigen Bewegungen nur nachwippen und nicht schaukeln
Die Bequemlichkeit hängt auch von der Größe der Matratze ab. Breite: mindestens 90 Zentimeter, Länge: ausgestreckter Körper plus 20, besser 30 Zentimeter.
Beim Kauf einer Matratze sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sie schadstoffgeprüft ist.
Federkernmatratzen
Matratzen mit Federkern haben ein Gerippe aus Stahlfedern, das rundum von mehreren Polsterschichten umgeben ist. Matratzen mit einer hohen Federanzahl reagieren empfindlicher als welche mit wenigen Federn. Eine Standard-Matratze mit den Maßen 100x200 cm enthält mindestens 207 Federn.
Bei Taschenfederkern wird jede Feder einzeln in ein Baumwollsäckchen eingenäht, das mit den anderen verbunden wird - je nach Qualität von 500 bis über 1000 Stück. Weil durch die Stoffumhüllung jede Feder vorgespannt ist, geben immer nur die nach, die auch belastet werden. Die Federung wird je nach Modell rundum mit zum Beispiel Latex, Schaumstoff oder Rosshaar gepolstert.
Schaumstoffmatratzen
Grundstoff dieser Matratzen ist synthetisches Polyurethan, das heute FCKW-frei aufgeschäumt wird. Die Qualität lässt sich an der Dichte des Schaums ablesen: Je höher, desto elastischer, tragfähiger und haltbarer ist die Matratze. Je geringer, desto schlechter ist ihr Vermögen, sich wieder aufzurichten - und es bilden sich Kuhlen. Ideal ist ein Gewicht von 35 bis 50 Kilogramm. Diese Matratzen gibt es in verschiedenen Ausführungen: hart, weich oder Matratzen mit verstärktem Mittelteil und Luftkanälen zum besseren Feuchtigkeits- und Temperaturaustausch.
Latexmatratzen
Naturlatex wird aus dem Saft des Kautschukbaums hergestellt und unterliegt starken Qualitätsschwankungen. Deshalb wird er mit synthetischem Latex gemischt, um für eine gleichbleibende Qualität zu sorgen. Was als Naturlatex angeboten wird, hat meist einen Naturkautschuk-Anteil von 20 bis 80 Prozent. Latexmatratzen haben eingearbeitete Hohlräume, werden in unterschiedlichen Härten hergestellt und gelten als besonders punktelastisch.
Naturmatratzen
Hierbei wird auf Metallteile, Kunststoffe, Schaumstoffe oder synthetische Fasern verzichtet. Stattdessen verwenden die Hersteller traditionelle Materialien wie Rosshaar, Kokosfasern, Kapok, Torf, aber auch Roggen- oder Haferstroh - oft in Kombination mit Naturkautschuk.
Diese Matratzen sind jedoch meist etwas härter und weniger elastisch als die andern.
Allergiker sollten eine Matratze aus Latex oder Schaumstoff mit einem waschbaren Bezug verwenden. Matratzen, deren Bezug mit Dureta ausgestattet ist, sind atmungsaktiv, aber porenlos, sodass keine Partikel aus der Matratze heraus- oder in sie eindringen können. Für Hausstaub-, Schimmel- oder Milbenallergiker kann das eine Hilfe sein. Vor dem Matratzen- und Deckenkauf sollten sich Allergiker ausführlich beraten lassen.
Wasserbetten
Diese Art von Betten besteht aus einer Kunststoffhülle, einer saugfähigen Auflage für den Nachtschweißtransport und einem Heizelement.
Unruhige Schläfer kommen auf Wasserbetten eher zur Ruhe, denn Forscher haben herausgefunden, dass man auf einer herkömmlichen Matratze bis zu 60 Mal die Position wechselt, auf einer Wasserkern-Matratze nur etwa acht Mal. Im Gegensatz zu früher ist das Wasserbett auch keine schaukelige Sache mehr.
Besonders zu empfehlen ist ein Wasserbett für Menschen, die Bandscheibenschäden haben.
Decken und Kissen
Obwohl wir Decken und Kissen in jeder Nacht benutzen, reinigen wir sie in der Regel selten: Ideal wäre es jedoch, beide einmal jährlich in die Reinigung zu schaffen, denn wir schwitzen jede Nacht einige Liter Wasser aus. Nach acht bis zehn Jahren sollte jede Decke generell ersetzt werden. Das Kissen bereits nach drei bis vier.
Stecken Sie mit anderen unter einer Decke? Dann könnte das der Grund für einen unruhigen Schlaf sein. Wenn einer eher schwitzt und der andere leicht friert, wird's kompliziert: Wer schwitzt, strampelt sich frei, bekommt Zug und die Muskeln verspannen sich. Wer friert, neigt dazu, dem Partner die Decke wegzuziehen und beide wachen auf. Einfache Lösung: Jeder steckt unter seiner eigenen Decke!
Für viele ist ein leichtes Sommerbett und eine wärmere Winterdecke auch eine lohnende Anschaffung. Da jeder Mensch andere Schlafgewohnheiten hat, bietet die Industrie Decken mit unterschiedlichem Innenleben an.
Das Stützen und Entlasten der tagsüber stark beanspruchten Wirbelsäule sind die wichtigsten Aufgaben des Kissens. Ein normales Kissen ist dieser Aufgabe nicht gewachsen. Besser ist eine schmale Unterlage, die den Raum zwischen Hals und Schulter ausfüllt und den Kopf abstützt. Nackenstützkissen sind empfehlenswert.
Federn & Daunen
Die leichte und mollig warme Daunendecke ist ideal für alle, die leicht frieren!
Achten Sie auf einen hohen Daunenanteil, denn mit ihren feinen Verästelungen schaffen sie Luftpolster, die besonders warm halten. Allerdings halten die vielen Verästelungen und Härchen der Federn und Daunen die Feuchtigkeit auch länger fest. Man sollte lange und ausgiebig lüften.
Beim Einkauf können die Bezeichnungen der Daunen in die Irre führen. Es gilt: Je leichter und bauschiger die Federn sind, desto besser ist die Füllung.
-"Reine Daunen" bedeutet einen Daunengewichtsanteil von mindestens 95%,
-"Daunen" haben mindestens 90%,
-"Fedrige Daunen" mindestens 50%,
-"Dreiviertel-Daunen" mindestens 30% und
-bei "Halbdaunen" sollte der Daunengewichtsanteil mindestens 15% betragen.
Schurwollefüllung
Für alle, die viel schwitzen ...
Schafschurwolle wirkt wie eine natürliche Klimaanlage: Sie hält warm, schützt aber auch vor Hitze und eignet sich deshalb als Oberbettfüllung besonders gut. Ihr Geheimnis für den behaglichen Schlaf: Sie nimmt Transpirationsfeuchte schnell auf und gibt sie an die Außenluft ab - ideal für ein angenehm trocken-warmes Schlafklima.
Doch die umweltfreundliche Wolle kann noch mehr: Sie neutralisiert durch ihre Selbstreinigungskraft Schweiß und verhindert die Bildung von unangenehmen Gerüchen. Sogar Schwefeldioxyd und andere Schadstoffe aus der Raumluft kann sie binden und neutralisieren.
Kunstfaserfüllungen
Für Allergiker und Hygienefanatiker
Chemiefasern werden immer beliebter, denn sie sind weich, anschmiegsam und bei 60 oder 95 Grad waschbar. Da die Fasern den Nachtschweiß nicht aufnehmen können, entweicht er mit der überschüssigen Körperwärme durch die Matratze in die Zimmerluft. Damit sich kein Wärmestau bildet, sollte die Füllung deshalb besonders locker und bauschig sein. Da die Fasern staub- und flusenfrei sind, eignen sich diese Decken gut für Allergiker.
Nun können wir Ihnen nur noch eines wünschen: einen entspannten, erholsamen Schlaf!
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